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project bare
Die Zusammenarbeit mit Rev. A. Rhizom begann irgendwann gegen Ende der Schulzeit. Wir besuchten das gleiche Gymnasium, konnten uns gegenseitig nicht wirklich riechen und brötelten jeder für sich auf seiner eigenen Gitarre herum. Was der Reverend allerdings ein wenig motivierter tat als ich und zudem noch Unterricht nahm. Da meine Eltern allerdings noch meinen Cellounterricht in der Musikschule finanzierten und ich mir daher meine Fähigkeiten an der Klampfe auf eigene Faust aneignen durfte, kam es so wie es kommen mußte: Selbst nachdem ich im Alter von 24 Jahren dann auch mal etwa ein halbes Jahr lang Gitarrenunterricht nahm, ist er einfach ein viel besserer Gitarrist geworden. Dafür kann ich aber noch Cello spielen. Aber der Reverend kanns besser mit Synthesizern und Computersoftware/Programming. Aber singen mag den keiner hören.
Irgendwann gegen 1993 kamen wir dann mal auf den Gedanken, zusammen zu jammen. Gelegenheit dazu bekamen wir auf einer Probe seiner damaligen Band "Yet Unnamed". Die bestand aus einer handvoll weiterer Klassenkameraden. Die Jungs spielten "Drei-Akkord-Draufhau-Musik". Nix gegen Punk, aber seit diesem Tag hab ich ein angeknackstes Verhältnis zu Rhytmen dieser Art.
1997 unternahmen wir einen weiteren Versuch, unsere Musik-Geschmäcker unter einen Hut zu bringen. Ich wurde für eine Weile Sänger der Dürener Kult-Band "Chaos My Destiny", der Reverend spielte Gitarre und kümmerte sich in Zusammenarbeit mit dem Bassisten Hank um die Programmierung der Trommelspuren, denn einen Trommler hatten wir zu dieser Zeit nicht. Dennoch haben wir im Proberaum und mithilfe eines Vierspur-Aufnahmegerätes und eines DAT-Rekorders ein akzptables Doom-Metal-Demo-Album aufgenommen, "Crushed and Bleeding". Die Musik passte, riechen konnten wir uns immer noch nicht richtig.
Doch der Ansatz war da. Inzwischen vergingen wieder einige Jahre, in denen der Reverend und ich zwar keine Musik zusammen machten, aber uns irgendwie besser riechen lernten. 2003 kam dann nochmal der Impuls, einen erneuten Versuch zu starten. Für das Projekt RX begab ich mich (musikalisch noch international unter dem Namen "The X" bekannt durch den Vocaleinsatz auf dem "Chrushed and Bleeding"-Demo) in die Tea Age Studios (das gehört dem Reverend) um ein Potburri schöner Lieder einzuspielen.
Dabei reichte die stilistische Spanne von kalten Electronic Tracks über "also das soll Rock'n'Roll sein, soll aber nicht so klingen"(O-Ton Bauchi) bis hin zu "unsere kleine Farm" auf LSD. Dabei haben wir trotz elektronischer Musik versucht, uns an klassische Liedstrukturen zu halten und keine E-Tracks zu produzieren.
Und diesmal hats dann klappen sollen. Das unten erhältliche Album "Huggemutz" ist das Ergebnis einiger sehr relaxter und spaßiger Sessions. Mittlerweile haben wir begriffen, wie sich unsere erlernten Fähigkeiten kombinieren lassen, um -wie wir mit Verlaub finden- einfach schön zu musizieren. Und das machen wir weiterhin unter dem namen project bare (projekt bauchi und rev. a. rhizom), nicht ungewollt mit dem Beigeschmack des Nackten, das sich vor alllem auf meine Texte bezieht, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben.
Der Reverend und ich wünschen viel Spaß beim Anhören und hoffen, Deinen Geschmack ein wenig getroffen zu haben. Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm, wir sind ja zum Glück nicht die einzigen, die für musikalische Unterhaltung sorgen..
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